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Die Tachowelle

Manche Bauteile sind im Wartungshandbuch aufgeführt, manche nicht, warum werden diese hier behandelt? Im Wartungshandbch sind nur Arbeiten an Teilen aufgefürt, die innerhalb ihrer spezifizierten Lebensdauer Wartung brauchen. Manche Teile, die 10 Jahre ohne Pflege überstehen, werden erst gar nicht beandelt.
Manche Tachowellen fressen im unteren Bereich am Achsschenkel und reißen dann ab. Woher kommt das?

  • Die Hülle der Welle wird durch Abscheuern der Kunststoffummantelung beschädigt. Vor allem der Teil, der durch den Rahmen läuft ist da sehr gefährdet.
  • Eindringende Feuchtigkeit und Schmutz führen zur Korrosion. Das beginnt immer auf dem sich "im Freien" befindlichen Teil, also am Achsschenkel.
  • Die Fettfüllung verharzt oder tritt aus.

Die Tachowelle ist relativ einfach ausgebaut. Mit etwas Gefühl muß man schon arbeiten, da sich in den Passungen an der Halteplatte des linken Achsschenkels meist Schmutz angesetzt hat. Auch die Halteklammer ist oft verrostet, ich gehe hier natürlich von den im Alltag benutzen Fahrzeugen aus. Mit einem dicken Lederhandschuh hat man vielleicht etwas mehr Griff, mit einer Zange zerstört man noch mehr, dann lieber die Welle im Wagen lassen, bis sie ganz den Geist aufgibt. Die einfachste Methode ist es die Tachowelle durch eine Neue zu ersetzen, diese aber vorher mit modernen Schmiermitteln zu konservieren.

Will man die alte Tachowelle retten, um noch in den nächsten Jahrhunderten auf Ersatzteile zurückgreifen zu können, muß man diese zerlegen, reinigen und neu schmieren. Dazu muß die Halteplatte am oberen Ende mit dem Kunststoffschnapper für den Tacho herausgenommen werden. Dieses Teil wird bei der Aktion aber zerbrechen, da der Kunststoff schon sehr spröde ist. Auf alle Fälle muß ein Ersatz aus zum Beispiel ABS angefertigt oder zumindest eine Kunststoff-Unterlegscheibe mit der gleichen Dicke untergelegt werden.
Nun muß man die Seele der Welle herausziehen und reinigen, das geht entweder mit Isopropanol oder Bremsenreinigungsspray, zweiteres ist deutlich giftiger. Die Hohlwelle kann man am besten mit Bremsenreiniger aussprühen. Die schadhaften Stellen des Kunststoffmantels habe ich mit Schrumpfschlauch verschlossen, damit wird die Welle wieder gegen Reibung gesichert. Dazu habe ich einen speziellen Schrumpfschlauch verwendet, der auf der Innenseite mit Schmelzkleber beschichtet ist. Natürlich wird auch die Welle von außen gereinigt! So sieht das ganze fast wie neu aus, man soll ja sehen, daß hier gründlich gearbeitet wurde.
Wenn das Reinigungsmittel gut abgedunstet ist (nicht hudeln, ruhig ein paar Tage liegen lassen) muß ein wasserabweisendes Fett satt verwendet werden, damit Feuchtigkeit keine Chance zum Eindringen hat. Bitte nicht mit Öl arbeiten, da dieses sich mit der Zeit verflüchtigt; immerhin dreht bei 200 km/h die Welle mit ca. 1800 1/min! Da sollte schon eine gute Schmierung vorhanden sein. Ich verwende zum Beispiel relativ zähes Wälzlagerfett "arcanol L78V" von FAG. Dieses ist auch in Tuben von 250g im Industriebedarf zu bekommen.

Testen:

Sollte der Tacho mal zerlegt worden sein, ist inzwischen mit den mobilen Navi Geräten eine sehr genaue Vergleichsmessung möglich. Je mehr Satelliten das Navi empfägt, um so genauer. So ist man auf alle Fälle im Bereich <3 km/h Abweichung.

© 2024 by bernhard mueller