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Auswahl einer geeigneten Einspritzanlage
- Aus Kostengründen kann man eine Serieneinspritzanlage (Jetronic, Motronic,...) einbauen, falls man günstig Zugang dazu hat. Es muß sich aber um eine Anlage handeln, die werden Traktionskontrolle noch Wegfahrsperre beinhaltet. Am Besten zu handeln sind noch die 8 oder 16 Bit Anlagen, die schon mit Hitzdrahtsensor und Lambda-Sonde arbeiteten. Der einzige Nachteil ist, daß für eine perfekte Anpassung nur Anlagen verwendbar sind, zu denen man jemanden kennt, der diese auch programmieren kann. Diesen Nachteil hat man nicht, wenn man einen Motor wählt, der mit einer verwendbaren Einspritzanlage verkauft wurde und als Basis nimmt. Da es sich um Sereinautomobiltechnik handelt, ist die Informationsversorgung sehr schlecht. Die Leute, die sich auskennen, wollen dies teuer verkaufen, ansonsten ist kein Interesse vorhanden einem "Noname" mit den Infos zu versorgen. Die üblichen Werkstätten haben ja keine Ahnung von dieser Technik. Da hilft es nur einen guten Motorentechniker/Tuner zu suchen, der auf dem Gebiet Erfahrung hat und vorher zu fragen, ob er diese oder jene Anlage kennt oder anpassen kann.
Wie gesagt reicht es völlig aus eine Anlage mit allen Sensoren aus einem Fahrzeug zu nehmen, das möglichst ähnlich ist, in Hubraum, Leistung und Bauweise (2V oder 4V).
Stammt die Einspritzanlage aber nicht von dem baugleichen Motor ist schon einiges an Erfahrung und Wissen gefragt, denn dann ist es nicht selbstverständlich, daß der Motor mit dem Programm überhaupt anspringt!
- Bei den frei programmierbaren Einspritzanlagen sieht es da besser aus (siehe auch die Lieferantenliste). Diese sind für den Rennsport, also Einzelkunden entworfen, entsprechend sind die Preise auch gesalzen, da die Stückzahlen gering und die Entwicklungskosten entsprechend umgelegt werden müssen. Manchmal wird im Rahmen eines Angebotes ein 08/15 KFZ Relais für 20 Euro aufgelistet, das man wo anders für 5 Euro bekommt. Hier muß man sich aber seinen persönlichen Favoriten selber heraussuchen, je nachdem, wo man Schwerpunkte setzt. Aber auch hier kann ein erfahrener Motorentechniker weiterhelfen und gleich über den vollen Kostenaufwand und benötigen Features Klarheit verschaffen.
Frei programmierbare Einspritzanlagen
Häufig kann man die Konfiguration selber wählen, je nachdem wie der Motor verwendet wird. Für die Bestimmung der Einspritzmenge gibt es folgende Konfigurationen:
- alpha/n (Drehzahl und Drosselklappenstellung)
- Luftmassenmessung (Luftmassensensor, früher Stauklappe für Volumenmessung)
- Saugrohrdruck (meist Turbomotoren, die mit Unter- und Überdrücken im Saugrohr arbeiten)
- zusätzlich zu allen oben genannten wird die Lambda-Regelung bei hohen Lasten zur Gemischkorrektur verwendet
Viele Einspritzsysteme bieten die Möglichkeit die Zündung ruhend auszuführen, also ohne Verteiler vom Steurgerät aus die Zündkerzen direkt anzusteuern.
Bei Serienanlagen wird die die Luftmassenbestimmung über eine Hitzdraht- oder Heißfilsonde durchgeführt. Im Rennsport scheint man diese aber nicht so zu mögen, da der Hitzdraht auf Verschmutzung im Laufe der Zeit mit Änderungen der Kennlinie reagiert. Bei manchen geölten Luftfiltern (z.B. K&N) kann dies auch bei Serienanlagen zu Veränderungen kommen. Für eine Straßen- oder Sportmotoranwendung hat die Regelung per Hitzdraht aber Vorteile und einen vernachlässigbaren Verlust. Dort treten auch nicht die extremen Belastungen auf, die für den Sensor schädlich sein könnten.
Außerdem sind im Rennsport oft Einzeldrosselklappen vorhanden. Hat die Originalanlage, die man verwenden will, eine zentrale Drosselklappe, so muß die modifizierte Anlage dies ebenfalls haben. Auf Einzeldrosselklappen kann man dann nur bei den frei programmierbaren Systemen wechseln, oder bei Serienanlagen, die dies schon hatten. Vorteile bringt dies ohnehin bei schärferen Nockenwellen oder im unteren Drehzahlbereich, vor allem bringen Einzeldrosselklappen eine schnellere Reaktion des Motors auf Gaswechsel mit sich, was vor allem bei Sportmotoren mit geringen Schwungmassen wichtig ist.
Deutlich unterscheiden sich die Anlagen in der Programmierung. Auch die SDS Homepage gibt viele Informationen und Zusammenhänge die vor dem Kauf einer Einspritzanlage interessant sind. Allerdings schauen viele Anlagen im Prospekt gut aus, lassen einem Motorenentwickler die Haare zu Berge stehen, da sie von Informatikern und nicht Motorenspezialisten entwickelt wurden und zur vernünftigen Motorenregelung nicht taugen! Hier hilft nur der gute Fachmann, der schon viele Systeme gesehen hat... oder selber eine Schulung zu machen. Mittlerweile kann man sich auf Youtube breitbandig fortbilden, da gibt es genug Kanäle, die alles beschreiben.
Eines darf man nicht vergessen: der große Vorteile einer elektronischen Gemischaufbereitung und Zündung ist die feine Anpassung an den Motor. Diese Anpassung benötigt viele Parameter, die ja eine Vergaser oder eine mechanische Einspritzanlage nicht erfaßt. Diese Parameter müssen ermittelt werden und die Betriebspunkte definiert gemessen werden, damit wirklich das Optimum gefunden wird. Das gilt für die Kraftstoffeinspritzung und die Züdung. Ohne den Kunden abzocken zu wollen, ist man mit entsprechendem Equipment (im Idealfall ein Leistungsprüfstand) ein paar Stunden bis Tage beschäftigt, bis alle Werte ermittelt sind, was einfach einen bestimmten Preis hat.
Man sollte sich im Klaren sein, daß bei der Umrüstung von Vergaser auf einer Einspritzanlage die Kosten ein Vielfaches des reinen Steuergerätes einer Einspritzanlage kostet.
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