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Plattenspieler

Natürlich habe ich meine Platten nicht weg getan und auch einige schöne Stücke, die es nicht als CD gibt. Viele der alten CD's basieren auf den Audiodaten, mit denen die Platten geschnitten wurden. Keine Frage, dass aber die Wiedergabe dieser Daten von einer CD gleibleibendere Tonqualität hat, aber die Dynamik und Tiefe der digital aufgenommenen CD's ab Mitte der 90'er haben beide nicht. Der Klang einer Dire Straits Brothers in Arms oder Drivers Seat hat aber einen speziellen Charme, den man auch gerne von Vinyl erlebt... Aber mit einer gehobenen Abhöre ist zu bemerken, dass die analogen Quellen einiges an Rauschen und eine eingeschänkte Dynamik und räumliche Tiefe mit sich bringen.
Darum will ich einige dieser Platten wieder abspielen und geniesse die mechanische Umsetzung. Somit wird der Thorens TD 320 wieder aktiviert.
Wir haben den in den 90'ern neu gekauft. Leider ging der Tonarm nie richtig, die Auflagekraft Mechanik war wohl falsch zusammengebaut. Da neu und mit Garantie wieder eingeschickt, da es damals noch in einer Kleinstadt ein High End Geschäft gab! Leider war der Ersatz wieder ein Tonarm, der nach kurzer Spielzeit locker war. Außerdem war die Auflagekraft Mechanik schon wieder mangelhaft, da der Zugfaden nicht eingehängt war. Das ist auch der Grund, warum sich die deutsche High-End Industrie letztendlich selber zerstört hat, wenn sie nur fähig sind, an die Propagandapresse technisch einwandfreie Produkte zu schicken... 30 Jahre später, als ich den aus dem Dachboden holte, rappelte der TP16 Mk2 Tonarm wieder. Das tut er nach jedem Nachstellen nach ein oder zwei Platten. Die vertikale Lagerung ist über Spitzen ausgeführt und mit einer O-Ring gesicherten Einstellschraube mit Nadel gekontert. Diese Sicherung ist einfach zu lommelig und löst sich von selber. Man darf diese ja nur ganz leicht anlegen, sonsst lässt sich der Tonarm nicht mehr drehen. Aber das Laufwerk gefiel mir trotzdem sehr gut. Eben wie neu, da nur von uns selber benutzt, ein schön entkoppelndes Subchassis und der sehr leicht laufende Plattenteller. Der Gleichlauf hervorragend. Mehr brauche ich nicht.

Inzwischen gibt es da ja ein großes Angebot, also einen passenden Tonarm gesucht. Den Retro SME Beschiss mache ich nicht mit. Gut, ist sehr schön und der Mythos..., ja, das waren mal Studiotonarme, aber die Technik hat sie überholt und die japanischen Präzissionskugellager klingen einfach besser. Ein Jelco SA250 wird in jeder Beziehung besser sein, wenn auch ein Audi Fahrer nie zugeben wird, dass ein BMW besser ist. Dann erst mal einen Rega RB220 neu in einem Onlineshop bestellt. Tags drauf die Antwort, für was ich den brauche und die müssen erst bestellen und können die nicht zurückgeben und blablabla, jammerjammer. Also habe ich das storniert, denn wenn jemand etwas anbietet und dann keine Lust hat, kann er.... Also weiter gesucht und bei Kleinanzeigen was gefunden, einen Pro Ject, Preis noch OK. Leider finde ich dazu online keine genauen Daten oder Montaganleitungen und Maßblätter. So frage erst mal, ob eine Anleitung beiliegt und bekomme die Antwort, ich solle auf der Herstellerseite suchen. Also gelöscht, behalte Deinen Kram. Dann einen gebrauchten RB300 für gut 1/4 Neupreis gefunden und angeschrieben, sofort kam die Rückmeldung, dass jemand den Account missbräuchlich nutzt und die Anzeige war weg. Was den Betrüger aber nicht davon abhielt, mich anzuschreiben... gelöscht.
Ich gebe nicht auf, es ist heute schwer, sein Geld rauszuschmeissen, aber irgendwie werde ich es schon los... Dann entdecke ich in einem Hifi Online Laden einen Jelco OEM, hat halt kein Jelco Logo drauf, aber das ist der SA250ST. Dieser wurde auch in leicht abgewandelter Form in den Rotel RP-850 verwendet, die in der Spitzenklasse spielten. Mangels Logo ist der Marktwert aber gering und ich bekomme den getestet mit Garantie für 130 Euro. Mit Jelco Logo um die 400-700 Euro mit zum Teil haarsträbenden Tuning Schnickschnack. Da sieht man mal wieder die positive Seite der Dummheit. Kennt man sich aus, kann man viel Geld sparen :-) Für den Thorens genau die richtige Kategorie und optisch passt das auch gut zusammen. Also los, einen einstellbaren Adapter für den Tonarm gefertigt, mit dem man alles mit den bekannten Schön Einstellschablonen optimieren kann. Fertig ist der 90'er Retrospieler.

High End Plattenspieler

Vor den ganzen teuren High End Plattenspielern über 800 Euro kann ich nur warnen, das ist wieder eine Preisspirale der Dummheit. Man glaubt es kaum für Tonarme werden 5000...50000 Euro ausgegeben, bei Klirrwerten von 3-5%, die durch mechanische Abtastung unumgäglich sind. Die mechanische Abtastung ist in jeder Beziehung mangelhaft und Verschleissträchtig. Wer eine Schallplatte mit bestmöglicher Qualität und dauerhaft abspielen will, muss dies auf dem Stand der Technik optisch. also berührungslos machen, siehe unten der Link zu den ELP laser Plattenspielern. Das Tonarmgedöns ist nur ein netter Retrotrend, der uns Alten in die Kindheit zurückversetzt. Aufgrund der vielen Nachteile und großem Aufwand ist das aber keine 1000 Euro wert. Außerdem kenne ich z.B. einen Hochpreis Laufwerkshersteller mit mit allerlei Superlative seine Technik bewirbt, aber überhaupt keine Ahnung von der Technik hat, dafür noch externe Leute braucht die das umsetzen, aber Zusammengebasteltets (und nicht systematisch Entwickeltes und Getestetes) toll vermarktet und zu horrenden Preisen verkauft. Die Leute kaufen das auch und sind begeistert obwohl jedes Rotel oder Thorens Laufwerk aus den 70'ern und 80'ern die gleiche oder sogar bessere Wiedergabequalität hat.

Wie üblich haben meine Recherchen in den Foren zum Teil haarsträubende Binsenweisheiten zu Tage gebracht, zum Teil aber auch Fundiertes. Fundiert waren wieder die Aussagen mit Links zu physikalisch beschriebenen Zusammenhängen und Datenbanken von den Komponenten. Somit konnte ich mir ein Bild machen, hier ein paar gute Beispiele für Phono Webseiten:

Hifi Museum
Vinylengine Datenbank
HiFi Wiki Datenbank
Laserabtastung für Vinyl Schallplatten


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