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NRP52

Diese Karte ist häufig auch an größeren Maschinenproblemen beteidigt, darum wird diese hier genauer beleuchtet:
Die Rechnerkarte NRP52 übernimmt die Sollwertausgabe und damit die Ansteuerung der Servomotoren. Hierfür ist ein D/A Wandlermodul aufgesteckt. Das ist der ominöse dicke Kunststoffblock HS9338. Das muß seinerzeit ein teures Teil gewesen sein, denn es gibt für die 4 Analogausgänge nur einen D/A Wandler, dessen Ausgangssignal gemultiplext wird (IC12). Dieses Bauteil ist ein 12 bit Wandler, er kann also in 5mV Schritten auflösen. Das entspricht bei dem Servoverstärker also einer Auflösung oder einem Fehler von ca. 2 mm/min. Braucht man mehr? Ersatzwandler gibt es, ich habe auf Practical Machinist nachgelesen, dass die Firmen Nachbauten für 700 Euro anbieten. Also, mhmm, ähäääh, na ja. Das sind die Kosten eines fähigen Entwicklers, wenn er dieses Teil als Einzelstück anfertigt. Wegen dieser unverschämten Angebote, biete ich dieses Teil mit einem TI Wandler an. Links noch ein Lagenplot der Bestückungdsseite, zum Glück konnte ich auf erfahrene Layouter einer Industriecomputerfirma zurückgreifen, die aktuelle HF Designs beherrschen und diese Leiterplatte noch mal gegengeprüft haben.

Auf der NRP Karte ist ein Poti, mit dem der Offsetabgleich der Analogausgänge korrigiert wird. Man kann das in Betriebsart 1 überprüfen:

  • MP1, X-Achse
  • MP4, Y-Achse
  • MP2, Z-Achse
  • MP5, C-Achse
  • Die entsprechenden Analogausgänge befinden sich im Schaltplan oben rechts. Meine Karte hatte z.B. schon einen Offsetwert von 50mV, der 0,3mm/s Verfahrweg entsprechen würde. Das war grade so an der Grenze, dass ein Verfahrfehler erkannt wurde und die Maschine unzuverlässig wurde. Wie kalibriert man die Maschine wieder?

    NRP52
    NRP53

    Bei Problemen mit Abschalten der Maschine beim Verfahren sind oft mehrere Fehler in Serie durch Alterung der Bauteile aufgetreten. Hier reiben sich die meisten Techniker die Hände und tauschen massig Karten für ein Vielfaches des Maschinenwertes, anstatt alle Einstellungen zu korrigieren:

  • Alterung im Netzteil, der Wert der +15V Versorgung kann mit R60 eingestellt werden und muss genau komplementär der -15V Versorgung entsprechen. Die negativen 15V werden mit einem Festspannungsregler erzeugt und hier ist der Wert vom verwendeten IC abhängig. Am Besten am lebenden Objekt mit allen realen Karten als Last auf beste Symmetrie einstellen.
  • Alterung der Messkarte, siehe auch Kapitel NZP. Überprüfung mit einer Messuhr an der betreffenden Achse mit möglichst hoher Auflösung anbringen, ein genau definiertes Maß verfahren und den Wert mit der Steuerung vergleichen. Stimmt dieser nicht, ist die Karte instandzusetzen.
  • Korrektur des Offsetwertes an der NRP, so dass bei nicht angesteuerten Servomotoren der Ausgang an den oben genannten MP's 0V beträgt. Sollte hier ein Offset bei Nichtansteuerung vorliegen, könnte das der Grund sein, wenn die Maschine in Betriebsart 3, 4... ohne Bewegung ständig Geräusche durch Bewegung/Ausregeln der Servomotoren macht.

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