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Seite 9, Philips Messsystem
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Das Philips Messsystem
Die CNC 432/9 wurde mit den Drive MOD LM/LM oder Drive MOD LM/RM Karten bestückt. "LM" bedeutet, es muss ein Philips Lesekopf für das Längenmesssystem angeschlossen werden. Dieser hat ein PWM Signal und keine A/B Encodersignale oder A/B Sinussignale. Im Gegensatz zu den damals üblichen Maßstäben waren diese bereits mit einer Infrarot Optik ausgestattet, die mit ca. 14,5mm Entfernung zum offenen Rechteckmaßstab an die Maschine angebaut sind.
Es gab die:
PE2580/20/30 Leseköpfe
PE2460 (flach) und PE2480 (quadratisch) Maßstäbe
Das RM bedeutet, dass ein incrementales A/B Messsytem für Richtungserkennung und Bewegungsweg verwendet wird. Das waren z.B. die Drehgeber, die in die Rundtische oder Rundachsen eingebaut wurden und damals von Heidenhain verwendet wurden. Diese hatten aber keinen Sinus Ausgang, wie die Heidenhain Messysteme zu der Zeit (siehe Deckel), sondern bereits einen Komperator mit Rechteck Ausgang.
Spätere Steuerungen in der 432/10 Zeit hatten nur noch RM/RM Karten da man dann auch die Heidenhain Längsmessysteme eingebaut hat. Dazu mussten aber noch die sog. EXE Elektroniken von Heidenhain in den Schaltschrank eingefügt werden, um aus den A/B Sinussignalen mehrfach interpolierte Rechtecksignale zu erhalten, die die Philips Karten auswerten können.
Die Messsysteme werden an die DSUB Buchsen mit der Aufschrift "MEAS SYST" angeschlossen. Ebenso kann man an so einen "RM" Eingang auch das elektronische Handrad anschließen. Philips hatte bereits eine 12V und 5V Spannungsversorgung vorgesehen. Ich konnte so z.B. vom originalen 12V Handrad auf die heute gängigen 5V Handräder für unter 20 Euro umrüsten.
Pinbelegung DSUB 15 RM/LM
| Pin | Funktion RM | Funktion LM |
| 1 | S90 | NC |
| 2 | +5V | NC |
| 3 | 0V | 0V |
| 4 | NC | SCAN |
| 5 | +12V | NC |
| 6 | Input Level | NC |
| 7 | Marker | NC |
| 8 | NC | TRARS |
| 9 | S00 | NC |
| 10 | +5V | NC |
| 11 | NC | 0V |
| 12 | +12C | NC |
| 13 | Input Level | NC |
| 14 | NC | TRAMS |
| 15 | NC | NC |
In den Maschinenkonstanten konnte der Vervielfachungsfaktor bei der Auswertung vorgegeben werden (1,2 oder 4-fach Auswertung).
Leseköpfe

Der PE2580/30 hatte einen sog. In-Bereich Schalter. Das heisst hier ist für die Referenzpunkt Erkennung ein 10mm Zylinder aus der Unterseite sichtbar. Dazu muss aber noch ein zusätzlicher Marker an die Maschine angebaut werden, da der Referenzpunkt nicht im Profil der Maßstäbe enthalten ist.
Die PE2580/20 haben keine Referenzpunkterkennung und arbeiten mit einem mechanischen Schalter. Das Schalter ist ein Öffner, das bedeutet, da Anfahren des Referenzpunktes unterbricht den Stromkreis. Das stellt sicher, dass bei Defekt der elektrischen Verbindung kein Crash gefahren wird, da beim Suchen des Referenzpunktes in der Regel die Eilgeschwindigkeit so weit heruntergesetzt wird, dass das Anfahren der Endschalter ohne Überfahren möglich ist. Das Referenzpunktsignal geht nicht in die RM/LM Eingänge, sondern in den AREA INPUT Stecker X5 der jeweiligen Messsystemkarte.
Pinbelegung 7 pol Stecker:
| Pin | Funktion |
| 1 | SCAN |
| 2 | TRAMS |
| 3 | TRARS |
| 4 | 0V |
| 5 | +12V |
| 6 | 0V |
| 7 | NC/AREA |
Maßstäbe
Hier das PE2480 Profil:

Diese Profile haben auf der Oberfläche eine optische Teilung von 0,635mm (im Vergleich die üblichen 0,02mm bei Heidenhain und Mitutoyo für die Auswertung von 0,005 oder 0,001mm))
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