Der ROC Formel 2 Motor

ROC verwendete den Chrysler Motor mit 1994 cm² (Bohrung x Hub: 92 x 75), der bei 9400 1/min 285 PS erzeugte. Das maximale Drehmoment von 236 Nm wurde bei 7000 1/min erreicht.

Ein paar Details:

Der Verteiler auf der Getriebeseite wäre im murena gar nicht so schlecht? Diese Einspritzung ist aber nicht mehr am Stand der Technik, sie entspricht einer mechanischen Verteilereinspritzpumpe beim Diesel. Durch moderne Einspritzanlagen mit Echtzeit-Motorenmanagement ist eine bessere Leistungsausbeute und Schonung des Motors möglich.

Heute erreicht man mit 2l Hubraum bei den Formel 3 Motoren (mit Luftrestriktoren) schon 200 PS bei 6000 1/min! Ohne die Drosselung wären bei den Motoren wohl an die 300 PS möglich. Man sieht, daß sich alleine durch ein modernes Motormanagementsystem einiges an Leistung mobilisieren läßt.

Ich habe noch einen weiteren Bericht zum ROC Motor entdeckt. Bei diesem wurden genauere Angaben zum Triebwerk gemacht. Es wurde auch darauf eingegangen, dass der Matra V12 Rennmotor in der Formel 1 so erfolgreich war, weil er einer der ersten 4 Ventiler seiner Zeit aus Frankreich war. Aus dem Grund wurde dann auf dem Simca 180/2l Motorblock ein 16V 4-Zylinder entwickelt (ansonsten wurde kein Einziges Teil verwendet):

Technische Daten

Interessant ist die Konstruktion des Zylinderkopfes:
Der lange Ansaugkanal für eine gute Gemischbildung. Auch die Abstände zwischen den Ventilen wurden recht groß gehalten, damit die thermische Belastung des Kopfes durch große Wasserkanäle gering ist. Damit erreicht man eine hohe Belastbarkeit und Langlebigkeit, was bei den Vorkriegs-4 Ventilern nicht gemacht wurde und dem 4 Ventil Zylinderkopf jahrzehnte einen schlechten Ruf anhaften lies. Übrigens sind auch die ersten 4-Ventil Porsche Motoren aus den 90'ern thermisch nicht extrem belastbar und bei Aufladung nicht standfest, wie auch die "beliebten" Low-Tech VW Motoren bis in die 2000'er mit parallel liegenden Ventilen, die häufig Risse bekommen.