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Umbauten


Nachdem die Koppelstangen der hinteren Stabis immer Geräusche machen, baue ich nach Murena Vorbild Koppelstangen mit Silentbuchsen, der Halter an sich aus VA Rohren.

Die Querstabis werden auch noch mal in Wagenfarbe aufbereitet, da eine größere Aktion an Pulverbeschichtungen vorliegt.

Ein Satz Bremsen wird mit Chassislack in Grün aufbereitet, ein Satz rot pulverbeschichteter Bremssättel (Innenbelüftet an der Vorderachse vom Almera mit 54mm Kolben) wird für den Sommer eingebaut. Hier wieder der Unterschied, Acryllacke haben an KFZ nichts verloren, blanke Teile sind genauso gut geschützt, wie mit teuren Mehrschicht Acryllacken. Beide Bremssättel aus dem Bild wurden zur gleichen Zeit entgratet, geglättet,glasperlengestrahlt und lackiert. Der linke mit Rostschutz Grundierung und grünem Acryllack (14 Euro die Dose), der rechte nur mit Isocyanat Lack, nicht mal 2K, was ich normal verwende. Der Linke wurde einen Saison im Allgäu gefahren, der rechte wurde im Herbst 2018 montiert und hat den Extremsalzwinter mitgemacht.

2020
Nachdem ich einen E Dienstwagen habe, ist endlich Zeit, den Micra Motor rauszuschmeissen. Inzwischen habe ich eine Feinwuchtvorrichtung für scheibenförmige Teile gebaut. Die Kupplung kommt raus und wird noch mal komplett feingewuchtet. Dabei stelle ich fest, dass die Zentrierung der Druckplatte bis zu 0,5mm Radialspiel zulässt, was alle Feinwucht-Bemühungen zunichte macht. Aus dem Grund auf der Deckel alles eingemessen und mit Spannstiften versehen.
Dann ist ein schon lange herumliegender Gebrauchtmotor an der Reihe. Der Spanien Motor hat dermaßen Blow By Gase, dass schon der 2. Verteiler undicht wurde. Auch sind die O-Ringe in der Öldruckleitung nach 23 Jahren verbraucht und das Gehäuse leckt. Der Gebrauchtmotor wurde schon im Vorfeld vermessen (Kompression und Ventilspiel) mit Nitro ausgewaschen, so gut wie möglich..., neu gedichtet. Natürlich wurde auch dieser mit mineralischen Öl versaut.

Ölfilteradapter: auch an dem Motor kommt ein Adapter, damit beim Ölwechsel das Altöl nicht am Motorblock entlangläuft. Außerdem kann man die gängigen VW oder inzwischen seltenen Nissan Ölfilter verwenden. Und es können die Sensoren für Druck und Temperatur in der Öldruckleitung am Motorblock eingebracht werden.

Natürlich werden bei der Gelegenheit die Antriebswellen neu lackiert und mit neuen Manschetten versehen. Die Montierten haben schon 400000km drauf und die Außenmanschetten wurden langsam rissig. Auch hat sich das Nassalz, das im Allgäu anstatt Schnee zu räumen gestreut wird in die Radnaben gefressen, dass die Wellendichtringe der Radlager kaputt gingen. Die Lager sind noch top, aber das Fett ist braun und die Dichtringe schleifen laut. Also alles zerlegen, strahlen, mit 2K Isocyanatlack neu beschichten und mit neuen Lagern versehen. Auch die Radnaben benötigen inzwischen Nacharbeit, Selbst neue Bremsscheiben fangen nach wenigen km zu pulsieren an, wenn sich wieder eine Rostschicht zwischen Scheibe und Nabe bildet. Ach ja, da blitze auch das neu lackierte, grüne Lenkgetriebe raus.





Hydraulische Kupplungsbetätigung



Der Geber ist eine Sonderanfertigung mit Rennsportzylinder (Wilwood) und der Nehmer ein ATE 0.2515-1101.3 (15,87mm Kolbendurchmesser, 50mm Kolbenweg und M12x1 Anschluss) wie er bei Mercedes Modellen verwendet wurde. Hiermit habe ihc ein direktes Einkuppeln, aber sogar weicher, als mit dem Bowdenzug. Der Pedalweg wird über einen weiteren Bereich für den Kupplungsschleifpunkt verwendet. Sehr angenehm. Dazu wird auch ein neuer Anlenkhebel auf die Kupplungsbetätigung geschweißt.



Alternativ baue ich mit meinen herumliegenden Getrieben eine hydraulische Betätigung direkt über eine Wippe, anstatt den Betätigungshebel auf Basis eines BMW Nehmerzylinders mit 20,64mm Kolbendurchmesser und M10x1 Anschluss. Dieser ist vergleichbar mit dem ATE 3.2520-1201.3.

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