Trockensumpfschmierung
Eine Trockensumpfschmierung hat mehrere Vorteile gegenüber einer billigeren Nasssumpfschmierung. Dies zeigt schon den ersten Nachteil, der 2. ist der erhöhte Platzbedarf durch den Öltank und je nach Bauart der deutlich schwierigere fachgerechte Ölwechsel. Gerade bei nachgerüsteten Trockensumpfanlagen ist eine zusätzlicher Antrieb der Pumpeneinheit nötig, das kann bei einer integrierten Version vermieden werden.
Bekannt ist die sicherere Schmierung bei hohen Querbeschleunigungen, darum findet man diese meist in Rennfahrzeugen (oder Flugzeugen). Aber auch gute Sportwagen wie der Porsche 964 hatten in den 1990'ern auch als Strassenversion eine Trockensumpfschmierung.
Das Absaugen des Öles aus dem Kurbelgehäuse hat ebenfalls den Vorteil, dass das Öl, das aus den Lagern herausgeschleudert wird sofort abgesaugt wird und weniger aufwirbelt. Außerdem entsteht ein Unterdruck im Kurbelghäuse. Damit sinken die "Planschverluste". Es wurde auf Prüfständen messtechnisch nachgewiesen, dass eine Trockensumpfschmierung mehr Motorleistung erzeugt.
An diesen Vor- und Nachteilen sieht man schon, warum es keine Serienfahrzeuge mehr mit Trockensumpfschmierung mehr gibt, schon gar nicht mehr seite den 2010'er Jahren, wo selbst hochpreisige Fahrzeuge kaum noch auf eine Lebensdauer von mehr als 160000km ausgelegt sind.
Link:
Trockensumpfschmierung im Kunstflugzeug:
Aerokurier Kunstflugantriebe
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